Dirigent
Horst Petersik. Ein Böhme!
Zufall oder nicht? Das ist stets die Frage, wenn Kinder aus vorbelasteten Elternhäusern Zugang zur Musik bekommen. Das war auch im böhmischen Schmiedeberg nicht anders. Da fingen die zwei älteren Brüder mit Akkordeon an, natürlich kam der Unterricht vom Vater
1968 übersiedelte seine Familie nach Deutschland in den Odenwald und hier bekam Horst mit 8 Jahren auch seinen ersten Unterricht. Natürlich zuerst Akkordeon, aber die Posaune schien ihm letztlich dann doch sympathischer. Die damaligen Lehrer Willi Leschmann von der Trachtenkapelle Michelstadt und Wilhelm Mohr, Dirigent der Dorfkapelle Lauerbach gaben die ersten "Züge" an.
Natürlich wurde zu Hause viel Böhmische Blasmusik gehört, also lernte er selbst noch Bariton/Tenorhorn um diese Musik besser nachspielen zu können. Bis zum Musikstudium war er dann mit seinen Brüdern in verschiedenen Blas- und Tanzmusikformationen unterwegs.
Bis heute findet er seine Aufgabe darin zu beweisen, dass man volkstümliche Blasmusik auch gut machen kann und dass diese Art von Blasmusik nicht zwangsläufig mit Bierseligkeit und "Dicke-Backe-Musik" zu tun haben muss.
Denn eine Polka "richtig" zu spielen, ist auch eine Kunst, sagt ein Böhme!
